Moos im Rasen


Ärgernis Nummer eins für jeden Rasenfreund ist Moos im Rasen. Die Ursachen für das Auftreten von Moosstellen im Rasen sind äußerst vielfältig. Wichtig ist es zu wissen, dass Moos den Rasen nicht verdrängt, sondern sich nur dort ausbreitet, wo der Rasen sich zurückzieht. Moos gedeiht dort, wo kein Rasen mehr wachsen kann. Daraus ergibt sich logischerweise, dass zur Bekämpfung von Moos der Untergrund wieder so hergestellt werden muss, dass Gras wächst.

 

Wir zeigen Ihnen, was Sie gegen das Moos machen können.



Moos im Rasen bekämpfen

 

Verikutieren kann helfen, ist aber aufwändig und das Moos wächst nach. Besser ist es, wenn Sie einen speziell gegen Moos gerichteten Rasendünger verwenden. Das kann man neben dem Vertikutieren machen, aber auch isoliert. Die Ergebnisse sind in beiden Fällen gut, in Kombinaton mit Vertikutieren sogar sehr gut. Wichtig ist es, das richtige Mittel einzusetzen. Denn leider hält nicht jeder Dünger, was er verspricht. Wir empfehlen Ihnen folgendes Mittel, mit dem wir ganz besonders gute Ergebnisse erzielen konnten:

 

 

Kalken beugt Moosbefall vor
Sollte ein zu saurer Boden die Ursache für den Moosbefall sein, ist Kalken eine gute Methode, um das Nachwachsen des Mooses zu verhindern. Test-Sets für eine Boden-Analyse gibt es im Garten-Center.
Je nach pH-Wert und Bodenbeschaffenheit muss der Kalk dosiert werden. Bei leichten, sandigen Böden braucht man weniger Kalk. Bei einem leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 genügen 150 Gramm pro Quadratmeter, während man bei lehmigen Böden etwa die doppelte Menge verwenden kann. Ab einem pH-Wert von 6,9 sollte kein Kalk mehr aufgebracht werden.
Ob ein Boden zu sauer ist, kann man oft schon am Bewuchs erkennen. So deutet beispielsweise das Vorhandensein von Klee eher auf einen basischen Boden hin. Dann sollte nicht gekalkt werden. Gegen Klee im Rasen hilft Hornmehl.

Hornspäne sind fast immer sinnvoll

Fast allen Böden mangelt es an Stickstoff. "Er wird am besten in Form von Hornprodukten zugeführt", sagt die Fachberaterin Feiner. Das Material wird um Pflanzen herum gestreut und leicht mit der Harke in den Boden eingearbeitet. "Ein gutes Maß sind 100 Gramm Hornspäne pro Quadratmeter." Aber Hobbygärtner müssen aufpassen, denn gerade im Gemüsebeet benötigen Pflanzen unterschiedlich viel Stickstoff. Und Starkzehrer wie Tomaten, Gurken und Kürbisse brauchen mehr, Schwachzehrer wie Erbsen, Bohnen und Zwiebeln weniger Nährstoffe im Boden.

Staunässe im Rasen mit Sand verhindern

Hat sich trotzdem Moos im Rasen breit gemacht, ist die Ursache womöglich Staunässe. Besonders bei lehmigen Böden kann es im Laufe der Zeit vorkommen, dass sich die obere Schicht so stark verdichtet, dass das Wasser nicht mehr versickert. Dagegen hilft das Einarbeiten von Sand in den Erdboden – am besten schon beim Anlegen des Rasens. Es hilft auch schon, wenn man nach dem Vertikutieren etwas Sand auf die Fläche aufbringt. Auch das Lüften ist ein wirksames Mittel gegen Staunässe.

Moos im Schattenrasen verhindern

Sollte die schattige Lage schuld am Moosbefall sein, ist es wichtig, eine geeignete Rasenmischung zu wählen. Sie sollte zu 10 bis 15 Prozent die Grassorte Lägerrispe enthalten. Außerdem sollte man den Rasen im Schatten nicht zu kurz mähen – sechs Zentimeter sind ideal – und darauf achten, dass er im Sommer ausreichend gewässert wird. Nur so ist er gesund genug, um sich gegen Moosbewuchs durchzusetzen.
Die richtige Rasenmischung
Entscheidend für einen schönen Rasen ist das richtige Saatgut. Es gibt für jeden Standort die passende Rasenmischung. Soll der Rasen öfter betreten oder sogar von Kindern bespielt werden, sollte man sich für einen strapazierfähigen Spiel- und Sportrasen entscheiden. Kommt nur wenig Sonne auf die Rasenfläche, ist ein Schattenrasen sinnvoll.
Meist setzen sich die angebotenen Rasenmischungen aus mehreren speziell gezüchteten Gräserarten zusammen. Zu den robusten Sorten zählen beispielsweise Lolium Perenne und Festuca Rubra. Die Zusammensetzung muss auf den Packungen angegeben sein.