Vom Rasen zur Blumenwiese

 

 

 

Ein grüner und gepflegter Rasen ist schön, macht aber auch jede Menge Arbeit. Wer wenig Zeit und Lust hat, den Rasen regelmäßig zu mähen, sollte sich einmal überlegen, ob er nicht mit einer Blumenwiese besser zurecht kommt. Normalerweise wird empfohlen, eine Blumenwiese gleich in die Gartenplanung mit einzubeziehen und entsprechend anzulegen. Aber auch die nachträgliche Verwandlung eines Rasens in eine Blumenwiese ist gar nicht so schwer.

 

Die ersten Jahre braucht die Blumenwiese natürlich etwas Hilfe, bevor die Natur den Rest allein erledigt. Bis von Vögeln oder vom Wind herangetragene Samen von heimischen Blumen und Wildkräutern Fuß fassen, kann einige Zeit vergehen. Deshalb ist es sinnvoll, im ersten Jahr eine Mischung verschiedener Wildblumen großzügig auf dem Rasen zu verteilen.

 

Wer vorher an manchen Stellen mit der Harke den Boden auflockert, erleichtert den Blumen das Anwachsen. Auch deutlich kahle Stellen im Rasen eignen sich hervorragend, um hier Blumensamen auszubringen. Vergessen Sie danach das Wässern nicht.

 

Neben Wildblumenmischungen eignen sich im übrigen auch einjährige Gartenblumen, die sich wieder selbst aussäen. Je nachdem, welche Blumenart jeweils die Oberhand gewinnt, bekommt die Blumenwiese von Jahr zu Jahr ein anderes Gesicht. Gemäht wird eher selten, bis zu drei Schnitte pro Jahr sind ausreichend. Das Mähen kann von Hand mit einer Sense erfolgen oder mit einem Wiesenmäher. Soll die Wiese auch zum Spielen und für einen Sitzplatz mitten im Garten genutzt werden, kann sie teilweise in einen Blumenrasen verwandelt werden. Dafür werden die Flächen, die öfter betreten werden sollen, bis zu sieben mal im Jahr gemäht.

 

 

Aussaat und Pflege

 

Optimal für Blumenwiesen sind nährstoffarme, eher trockene Böden, die im Sommer in voller Sonne stehen. Ein guter Zeitraum für die Aussaat sind März bis Mai. Hat man sich für eine Mischung entschieden, ist der Gartenboden für die Aussaat vorzubereiten. Zunächst sollte man eine eventuell vorhandene Grasnarbe mit einem scharfen Spaten und entfernen. Anschließend gräbt man den Boden um oder lockert ihn mit einer Hacke. Grobe Erdklumpen werden mit einem Kultivator zerkleinert, danach ebnet man die Fläche mit einem breiten Rechen aus Holz oder Aluminium ein.

Wenn der Boden locker, eben und nur geringkrümelig ist, sät man die Blumenwiesenmischung breitwürfig aus. Richtwert: sechs bis zehn Gramm Saatgut pro Quadratmeter. Achten Sie dabei auf eine gleichmäßige Verteilung der Blumenrasensamen. Danach sollte man die Samen flach in den Boden eingeharken. Dabei reichen wenige Millimeter aus. Die meisten Samen benötigen nämlich auch noch ausreichend Licht zum Keimen. Danach sollte mandie Fläche mit einer Rasenwalze verdichteen, damit die Samen fest von der Erde umschlossen sind. Danach sollte man die Fläche gründlich und tiefgründig wässern. Eine Woche sollte man jeden Tag wässern, damit die Rasensamen schön feucht bleiben, keimen und aufwachsen.

 

Umwandlung des Rasens in eine Blumenwiese


Auch ein bestehender Rasen lässt sich auf natürliche Weise in eine blühende Blumenwiese verwandeln. Dafür müssen Sie aber das Düngen einstellen und alle zwei Monate eine Wildblumenmischung leicht einstreuen. Die nährstoffbedürftigen Rasengräser wachsen auf mageren ungedüngten Böden nur noch schlecht, während die Wildblumen unter diesen Bedingungen zunehmend konkurrenzstärker werden und sich nach und nach druchsetzen. Man braucht allerdings etwas Zeit und Geduld bis sich eine Blumenwiese komplett entwickelt hat. Ein bis zwei Jahre sind hier einzuplanen. Wenn Sie durchhalten, dann kann sich das Ergebnis allerdings sehen lassen: Es ensteht eine natürliche Wiese mit einer unbeschreiblichen Blütenpracht!