Was ist überhaupt Rasen?


Rasen ist ein Gemisch aus verschiedenen Gräsern. In allen Rasensorten sind daher grundsätzlich verschiedene Pflanzen vertreten. Da diese Gräser verschiedene Eigenschaften haben, etwa besonders wachstumsfreudig, besonders grün oder sehr pflegeleicht sind, aber teils auch besondere Bedürfnisse haben, kommt es für den optimalen Rasen auf die richtige Mischung an.

"Auf die richtige Mischung kommt es an!"


Welcher Rasen der richtige für Sie ist, hängt von den örtlichen Bedingungen ab. Haben Sie eine Fläche auf die den ganzen Tag die Sonne scheint? Oder liegt der Rasen nur im Schatten? Soll der Rasen strapazierfähig sein, weil sie mit ihren Kindern darauf Fußball spielen wollen oder ist er mehr eine Zierde fürs Auge? Von diesen Fragen sollten Sie sich leiten lassen, wenn Sie die richtige Rasensorte für Ihr Zuhause aussuchen.

 

Rasenarten - das heißbegehrte Grün im eigenen Garten


Eine sattgrüne, dichte Rasenfläche ist eine großartige Ergänzung jeden Hausgartens. Da der Grundstein für die Schönheit des Rasens bereits bei der Auswahl der richtigen Rasenart gelegt wird, sollte man sich über die Art der Nutzung und den Pflegeaufwand im Klaren sein. Der Rasen kann ein rein dekoratives Gartenelement sein oder als Grasmatte für sportliche Aktivitäten sowie für das Toben von Kindern genutzt werden. Die im Handel erhältlichen Saatmischungen sind grob den drei Rasensorten Gebrauchsrasen, Zierrasen und Sportrasen zuzuordnen. Der Gebrauchsrasen mit seiner mittleren Belastbarkeit und vertretbarem Pflegeaufwand eignet sich gut für Hausgärten. Es sollte jedoch generell hochwertiges, homogenes Saatgut ausgewählt werden, das wenige Rasenarten enthält, die eine dichte Grasnarbe ohne kahle Stellen bilden.


Ein Zierrasen, mit dem eine stilvolle Begrünung erreicht werden soll, benötigt eine andere Pflege als ein robuster Gartenrasen. Der Aufwand für die Rasenpflege ist bei den verschiedenen Gräserarten abhängig von der Schnelligkeit des Wachstums, der Widerstandsfähigkeit und dem Wasserverbrauch. Der englische Rasen, für viele der Inbegriff eines schönen Rasens, war ursprünglich nicht für den Garten vorgesehen. Dennoch ziert diese edle Rasenart mit ihrem satten Grün, ihrer Dichte und Trittfestigkeit sowie dem mittleren Pflegeaufwand zahlreiche Hausgärten. Der englische Rasen benötigt eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Für den üblichen Garten wird meist eine Rasensorte ausgesät, die sich Gartenrasen nennt. Dieser robuste Rasen vermittelt ein weiches Laufgefühl und wegen seiner Dichte, kann sich das Unkraut nicht durchsetzen. Als Faustregel für die Auswahl der Rasenart gilt, dass je mehr Personen sich auf einer kleinen Rasenfläche aufhalten, desto höhere Anforderungen werden an die Robustheit der Rasenfläche gestellt.


Wenn auch die „bunte Wiese“, durchsetzt von Blumen und Gräsern, keine klassische Rasenart darstellt, besitzt sie ihren besonderen Charme. Mit einem solchen Wiesenrasen kann man auch kahle Stellen einer bestehenden Rasenfläche auffüllen. Damit sich die Pflanzen wieder gut regenerieren können, sollte der Schnitt nicht zu kurz gesetzt werden. Eine besondere Rasensorte ist der langsam wachsende Schattenrasen, der nicht so oft gemäht werden muss. Für die schattigen bis halbschattigen Gartenareale kann z.B. die Rasensorte Lägerrispe (Poa supina) verwendet werden. Üblicherweise sind in den Rasenflächen die Gräserarten Flechtstraußgras (Apostis stolonifera), Rotschwingel (Festuca rubra), Wiesenrispe (Poa pratensis) und das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) enthalten. Das Straußgras ist meist ein Bestandteil des Zierrasens, während der Rottschwingel für zahlreiche Rasenarten geeignet ist. Rasengräser benötigen neutrale bis leicht saure Böden (pH-Wert 5-7). Für den Kleingarten nicht geeignet ist die Rasensorte Sportrasen. Die Rasenpflege des Sportrasens gelingt nur mit viel gärtnerischer Erfahrung.


Eine wichtige Voraussetzung für eine schöne Rasenfläche ist auch die Vorbereitung des Bodens. Der idealerweise sandige Lehmboden ist spatentief aufzulockern und glatt zu harken. Der beste Zeitpunkt für die Aussaat des Grassamens ist das Frühjahr oder der Spätsommer. Wem dies alles zu aufwändig ist, kann auch einen Fertigrasen, einen sogenannten Rollrasen, der in Rollenform geliefert wird, aufbringen. Dieser muss nur noch angegossen werden. In Amerika wurde ein genmanipulierter Rasen entwickelt. Diese als „Gen-Golf-Rasen“ bezeichnete Rasensorte, besitzt eine im Vergleich zu den gängigen Rasensorten, geringere Wachstumsgeschwindigkeit. Mit der Aussaat in den Gärten ist die Gefahr verbunden, dass sich diese Genmischung mit den traditionellen Rasenarten unkontrolliert vermischt. Einen ungünstigen Verlauf können auch Billigmischungen von Rasensamen nehmen, die landwirtschaftliche Gräser enthalten, die schneller wachsen und höher werden als die restliche Rasenfläche. Mit Qualitäts-Rasensorten und der geeigneten Pflege entsteht jedoch ein wunderschön grüner Rasenteppich.

 

 

Welche Rasensorten es genau gibt, können Sie auf der folgenden Seite nachlesen:

Rasensorten

 

 

Grundlagen für ein gesundes Wachstum des Rasens


Gräser allgemein und Rasen insbesondere benötigen für ihr Wachstum vor allem dies: