Wohin mit dem Rasenschnitt ?

 

Je nachdem, in welchen Abständen der Rasen gemäht wird, muss mit 14 bis 20 Schnitten pro Saison gerechnet werden. Solange der Rasen noch wächst, sollte auch gemäht werden und bei schnell wachsendem Rasen kann die Anzahl der einzelnen Schnitte sogar noch höher ausfallen.

 

Das Aufkommen des Rasenschnitts ist dabei enorm. Die beim Rasenmähen entstehenden Abfälle übersteigen die Kapazität von Kompost oder Biotonne erheblich. Außerdem neigt allzu verdichteter Rasenschnitt zum Faulen, weshalb er nur sparsam dem Kompost beigemischt werden kann. Also, wohin mit dem ganzen Gras?

 

Biogärtner haben es da leicht, sie verwenden den Großteil des anfallenden Rasenschnitts gleich als lebendiges Material für ihren Garten. Der Rasenschnitt wird einfach als Mulchmaterial unter Bäumen, Büschen, unter Hecken und auf den Gemüse- und Blumenbeeten aufgebracht. Damit wird verhindert, dass der Boden austrocknet oder bei starken Regengüssen weggeschwämmt wird. Damit es aber auch dort nicht beginnt zu faulen, muss es vor dem Aufbringen antrocknen. Deshalb ist hier ein Mähen ohne Fangkorb angezeigt. Der Rasenschnitt bleibt liegen und wird zum Trocknen gewendet, bis er seinem späteren Einsatzzweck zugeführt wird. Wichtig ist nämlich, dass die Mulchschicht dabei nicht zu dick ist. Also den trockenen Rasenschnitt nur auftragen. Wenn sich die untere Schicht langsam zersetzt bzw. zersetzt hat, kann die nächste Schicht darauf gegeben werden.

 

Der Gärtner verbindet mit dieser Methode mehrere Vorteile. Der Rasenschnitt fällt sowieso an und muss irgendwie entsorgt werden. Da liegt es nahe, ihn als reichliches und noch dazu völlig kostenloses Mulchmaterial zu verwenden. Auch brach liegende Beete können mit Rasenschnitt bedeckt werden, um den Unkrautwuchs zu unterdrücken. Der verbleibende Rest kann ja dann immer noch in den Kompost eingearbeitet werden. Wer selbst Kräuterjauchen herstellt, um seinen Garten zu düngen, kann auch hierfür einen Teil des Rasenschnitts verwenden.

 

Wer keinen großen Garten, sondern fast nur Rasen hat, kann sich mit einer anderen Möglichkeit behelfen. Mulchmäher arbeiten ohne Fangkorb. Der geschnittene Rasen wird während des Mähens gleichzeitig gehäckselt, breitwürfig über dem Rasen verteilt und so dem Boden wieder zugeführt. Dafür ist es allerdings notwendig, in sehr kurzen Abständen und wirklich regelmäßig zu mähen, sonst wird das Gras zu lang und die Masse des Mulchmaterials erdrückt den darunter liegenden Rasen.